Zeit für Gemüseanzucht

Ist ab März für Tomaten, Chili, Paprika & Co.

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Jetzt im März werden die Tage langsam wieder länger und vielen Gärtnern kribbelt es gewaltig in den Fingern. Die Sehnsucht nach dem Garten oder Balkon ist groß und der Frühling steht so langsam vor der Tür. Mit der Gemüseanzucht zuhause kann der Frühling schon etwas früher in den eigenen vier Wänden einziehen.

Für so manches Gemüse, Paprika z.B. oder Auberginen und Gurken ist der deutsche Sommer nicht lang genug, um für eine reiche Ernte zu sorgen, wenn sie erst ab Mai im Bett gesät werden. Doch für welche Gemüsesorten macht es wirklich Sinn und wie funktioniert die Gemüseanzucht? Und ab wann ist das Anziehen von Gemüse erfolgsversprechend? Immer schön der Reihe nach:

Welches Gemüse: Tomaten, Paprika, Chili, Gurken, Auberginen, Physalis, Lauch, Salat, Melonen und Kürbis. Für Karotten, Radieschen, Bohnen und Erbsen, sowie Rote Beete oder Rettich ist es besser die Samen direkt im Freiland auszubringen.

Auf dem Bild zu sehen von l. n. r.: Spitzkohl-Jungpflanze, Chili-Jungpflanze, Paprika- und Chilijungpflanzen

Zeitpunkt: Also Faustregel kann man sich merken, dass in Deutschland die Anzucht ca. ab März Sinn macht. Die Tage werden langsam länger und die Jungpflanzen bekommen genug Licht ab, wenn sie an ein sonniges Fenster gestellt wird.  Ausreichend Licht ist sehr wichtig, ansonsten bilden sich lange dünne Stängel und schwache Blätter. Die Pflanze sucht nach Licht, reckt und streckt sich und steckt alle seine Energie in die Lichtsuche angetrieben und verwirrt von der kuschlig warmen Heizungsluft. Dieser Vorgang nennt sich Vergeilen. Vergeilte Jungpflanzen bleiben meist klein und mickrig und sind nicht zu ausreichend Photosynthese fähig. Deshalb ist es ratsam bis zum März mit der Anzucht zu warten oder eine Pflanzenlampe zu nutzen.

Was benötigt wird: Für die Anzucht benötigt ihr neben den Samen (am besten in Bio-Qualität) noch ein Pflanzgefäß und spezielle Anzuchterde. Diese ist wichtig, weil sie extra nährstoffarm ist. Bekommen die Pflanzen zu viel Nahrung angeboten, haben sie keinen Grund starke Wurzeln auszubilden. Jedoch bringen starke Pflanzen den größten Ertrag und somit sollte dieser Erde den Vorzug gegeben werden. Kokosquelltabletten sind auch eine praktische Option für die Gemüseanzucht.

So geht´s: Die Gemüsesamen werden ungefähr so tief in die Erde eingebracht, wie sie groß sind. Die Erde leicht mit Wasser benetzen, was am besten mit einer Sprühfalsche gelingt. Je nach Keimfähigkeit der Samen, ist das erste Grün bereits nach 5-10 Tagen zu erblicken. Wenn Sie mehrere Samen in einen Topf gesteckt haben oder eine Kokos-Quell-Tablette, dann müssen die Keimlinge nach dem Ausbilden der ersten Keimblätter pikiert werden. Pikieren bedeutet, dass die Keimlinge früh voneinander getrennt werden und in einzelne Gefäße umgetopft werden. So konkurrieren die Pflanzen nicht untereinander und können in Ruhe groß und stark werden und sich auf Ihr Dasein im Freiland freuen.  Für die Bewässerung hat es sich bewährt, die Jungpflanzen von untern zu wässern. Dadurch müssen die Pflanzen starke Wurzeln ausbilden, um an das Wasser zu gelangen. Starke Wurzeln bedeutet eine starke Pflanze, was wiederum reichlichen Ertrag bedeutet. Für die Bewässerung von unten kann man die Jungpflanzen in eine Wanner stellen, sie etwas baden lasen und dann das überschüsseige Wasser wieder abfließen lassen. ACHTUNG: Die Jungpflanzen dürfen erst nach den Eisheiligen in die freie Natur umgesetzt werden, um zu verhindern, dass die Pflanzen Frost abbekommen. Die Eisheiligen sind jedes Jahr an einem anderen Datum, meistens jedoch im Mai.

Auf dem Bild zu sehen von l. n. r.: Tomatensamen, Tomaten-Jungpflanze vor dem Pikieren, Tomaten-Jungpflanzen in Ihrer "Badewanne" zum Wässern.

Auf diesem tollen Blog von Caro vom Hauptstadtgarten findet ihr kreative Upcycling Ideen zum Thema Anzuchtgefäße. Schaut doch mal bei ihr vorbei:

https://www.hauptstadtgarten.de/anzuchttoepfe-upcycling-zeitung-eierkarton-verpackung/

Die Jungpflanzen, je nach Nährstoffbedarf, am besten in ausreichend gedüngte Erde einpflanzen. Hierzu eignet sich unser BioVegetal Feines Gemüsedünger ausgezeichnet. Er ist sehr einfach in der Handhabung und eine Auswaschung der Nährstoffe ist durch den Ton-Humus Komplex nicht möglich. Mehr zu dem Thema Grundwasserschonung und Nährstoffauswaschung vermeiden können Sie auf unserem Blogartikel: Regenwürmer und Ton-Humus-Komplex nachlesen. Hier können Sie unseren Dünger erstehen: http://amzn.to/2I2CNIM

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg bei der Gemüseanzucht.

Ihre Thüringer Düngermanufaktur